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Hochwasser - Handlungsempfehlungen

Erfahren Sie hier, wie Sie sich auf Hochwasser vorbereiten können.

Sie können sich hier über die aktuelle Warnsituation informieren:

Aktuelle Warnungen im Naturgefahrenportal

$t('logo',0) + ' ' + $t('LHPname',2) Länderübergreifendes Hochwasserportal

$t('logo',0) + ' ' + $t('DWDname',2) Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes

$t('logo',0) + ' ' + $t('MoWaSname',2) NINA Warnapp des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

$t('logo',2) + ' ' + $t('KatWarnname') Aktuelle Warnungen von KATWARN

$t('logo',2) + ' ' + $t('KatWarnname') KATWARN Warnapp Download


In den Länderportalen finden Sie weitere Informationen:

Landeswappen Baden-WürttembergBaden-Württemberg:
Landeswappen BayernBayern:
Wappen BerlinBerlin:
Landeswappen BrandenburgBrandenburg:
Wappen BremenBremen:
Wappen HamburgHamburg:
Landeswappen HessenHessen:
Landeswappen Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern:
Landeswappen NiedersachsenNiedersachsen:
Landeswappen Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen:
Landeswappen Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz:
Landeswappen SaarlandSaarland:
Landeswappen SachsenSachsen:
Landeswappen Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt:
Landeswappen Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein:
Landeswappen ThüringenThüringen:
  • Ein privater Notfallplan sorgt dafür, dass Ihre Familienmitglieder, Nachbarinnen und Nachbarn die Aufgaben und Zuständigkeiten im Ernstfall kennen:
    • Wo bekommen Sie Wettermeldungen und Hochwasserwarnungen?
    • Wer kümmert sich auch im Urlaub oder sonstiger Abwesenheit um Haus und Hof? Leben hilfsbedürftige Personen, wie beispielsweise Kinder oder Menschen mit Behinderungen, und Tiere im Haus, die Sie sicher aus der Gefahrenzone bringen müssen?
    • Unter Umständen kann die Wasser- und Stromversorgung ausfallen: Bereiten Sie sich auf eine „Notversorgung“ (s.u.) mit ausreichend Trinkwasser, Batterien, aber auch Lebensmitteln vor.
    • Wo stellen Sie Strom/Gas ab?
  • Installieren Sie eine Warn-App (siehe oben) auf Ihrem Smartphone, um Hochwasser- und Wetterwarnungen rechtzeitig zu erhalten.
  • Machen Sie sich mit den Hochwassergefahrenkarten Ihres Bundeslandes vertraut. Die Karten zeigen an, welche Gebiete von Hochwasser oder Sturmfluten betroffen sein können (Überflutungsflächen) und mit welchen Wassertiefen (Überflutungstiefen) zu rechnen ist.
  • Jeder ist dazu verpflichtet, im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um sich vor den negativen Auswirkungen von Hochwasser und Überflutungen durch Starkregen zu schützen und die Schäden zu minimieren.
  • Informieren Sie sich, ob Ihre Gemeinde einen Hochwasseralarmplan hat. Machen Sie sich mit dem Hochwasseralarmplan Ihrer Gemeinde vertraut. Den dort enthaltenen Hochwasseralarmstufen sind Maßnahmen zugeordnet, die auch für Sie wichtig sein können.
  • Ab welchem Hochwasserstand an welchem Pegel müssen welche Maßnahmen eingeleitet werden? Machen Sie sich mit Bedeutung und Höhe der Alarmstufen bei Hochwasser vertraut
  • Private Rücklagen und Versicherungsschutz helfen, wenn trotz aller Vorsorge- und Abwehrmaßnahmen ein Hochwasserschaden eintritt. Haben Sie eine private Elementarschadensversicherung für Ihr Wohneigentum?
  • Treten Sach- oder Gebäudeschäden infolge einer Überschwemmung auf, wird in aller Regel die Versicherung informiert. Erforderlich für eine solche Schadensmeldung ist, dass Sie Ihr (intaktes) Eigentum bereits im Vorfeld fotografiert oder in einem Video festgehalten haben.
  • Planen Sie bei ihrem privaten Notfallplan die Versorgung Kranker und Hilfsbedürftiger sowie deren Evakuierung ein. Denken Sie auch an Ihre Haustiere.
  • Besprechen Sie mit Nachbarn oder anderen, wie Sie kommunizieren können, wenn Telefon und Mobilfunk ausfallen.
  • Sprechen Sie mit Nachbarn Not- und Gefahrenzeichen ab.

Kurzfristige Vorsorgemaßnahmen

  • Sichern Sie wichtige Dokumente und Gegenstände mit ideellem Wert
    • Verpacken Sie wichtige Dokumente, wie Versicherungsdokumente wasserdicht, zum Beispiel in einer wasser- und feuerfesten Dokumentenbox. Bringen Sie diese in Sicherheit oder sichern Sie die Dokumente digital.
    • Dokumente und Gegenstände mit ideellem Wert können nach einer Überflutung nur schwer wiederbeschafft werden. Sie sollten sie daher sicher vor Überschwemmung aufbewahren. Verstauen Sie diese im Fall einer Evakuierung in Ihrem Notfallrucksack.
  • Schalten Sie rechtzeitig Strom und Heizung ab.
  • Überprüfen Sie die Verankerungen / Sicherungen an Ihrem Heizöl- / Gastank
    • Heizöltanks müssen vor dem Aufschwimmen gesichert werden. Die Schäden „infolge austretendem Heizöl“ sind sehr schwerwiegend und können auch andere Gebäude und Nachbarn betreffen (Heizöl zieht in die Wände, Isolierungen, Möbel usw.). Zu den weiteren Folgen von austretendem Heizöl zählt auch der penetrante Geruch sowie gesundheitliche Beeinträchtigungen für Mensch und Tier.
    • Überprüfen Sie die vorher angebrachten Sicherungsmaßnahmen. Im äußersten Notfall können Sie Ihren Heizöltank mit sauberem Wasser füllen, um ein Gegengewicht zu erzeugen. Anschließend muss das Wasser-Öl-Gemisch jedoch kostenpflichtig entsorgt werden. Zusätzlich können Sie den Tank mit Ballast beschweren. Eine richtige Vorsorge und Sicherung des Heizöltanks ist dieser Notfallmaßnahme jedoch immer vorzuziehen! Beim Gastank ist ein Befüllen mit sauberen Wasser nicht möglich, hier kann eine Auflast angebracht werden, um ein Gegengewicht gegen Auftrieb zu erzeugen.
  • Dichten Sie Fenster und Türen gegen Hochwasser ab
    • Installieren Sie mobile Hochwasserschutzsysteme. Falls Sie keine haben, dichten Sie Ihre Fenster, Türen, Lichtschächte und Abflussöffnungen mit Schalbrettern, wasserfesten Sperrholzplatten und Silikon ab. Alternativ können Sie auch Sandsäcke vor Raumöffnungen stapeln.
  • Errichten Sie Hochwasserbarrieren
    • Um das Wasser vom Gebäude fernzuhalten, können Sie Barrieren errichten. Verwenden Sie hierzu Sandsäcke.
    • Überprüfen Sie die Funktionsfähigkeit der Rückstausicherungen, wie Abwasserhebeanlagen und Rückstauklappen im Keller.
    • Schließen Sie die Rückstauklappen.
  • Bereiten Sie sich auf eine mögliche Evakuierung vor
    • Legen Sie sich einen Vorrat an Getränken und Essen an.
    • Die Grundversorgung (Notunterkünfte, mobile Küchen etc.) gewährleistet in aller Regel Ihre Kommune.
    • Informationen zu sicheren Wegen und Sammelstellen sowie zum Standort der Notunterkünfte erhalten Sie bei einer Evakuierung von Ihrer Feuerwehr oder Polizei.
  • Für den Fall, dass Sie evakuiert werden müssen, sollten Sie sich eine Grundausrüstung zulegen. Das hilft, die Tage zu überbrücken, die Sie womöglich außer Haus oder in sicheren Stockwerken verbringen müssen. Wichtig ist, dass Sie für jedes Familienmitglied nicht mehr einpacken als in einen Rucksack passt. Empfehlungen des BBK für die Inhalte des Notfallrucksacks finden Sie unter Wenn es schnell gehen muss: Das Notgepäck (BBK) .

Grundlegende Vorsorgemaßnahmen

  • Sichern Sie wichtige Dokumente, Gegenstände und Gefahrenstoffe
    • Inventar: können Gegenstände evakuiert werden (Gewicht)? Wo werden wichtige Papiere aufbewahrt? Welche Fahrzeuge müssen umgeparkt werden?
    • Was lagert im Keller? Was können/müssen Sie im Vorfeld solcher Ereignisse noch sichern oder generell umlagern, sofern der Zutritt noch möglich ist? Prüfen Sie, ob in gefährdeten Räumen Giftstoffe, Lacke oder Farben lagern und bringen Sie diese an einem sicheren Ort unter. Sichern Sie nach Möglichkeit Heizung und Heizöltanks. Sobald Wasser ins Gebäude eintritt, sollte man Kellerräume/Tiefgaragen nicht mehr betreten!
  • Machen Sie sich mit den Hochwassergefahrenkarten Ihres Bundeslandes vertraut.
    • Die Karten zeigen an, welche Gebiete von Hochwasser oder Sturmfluten betroffen sein können (Überflutungsflächen) und mit welchen Wassertiefen (Überflutungstiefen) zu rechnen ist.
    • Überprüfen Sie daher, ob die Nutzung und Ausstattung Ihrer Räume an das Überflutungsrisiko angepasst ist. Können Sie wertvolle Gegenstände oder sensible Anlagen (wie Heizungen oder Elektroinstallationen) im Vorfeld in sicheren Räumen unterbringen?
  • Überprüfen Sie die Abdichtungsmaßnahmen an Ihrem Gebäude
    • Mauern, Erdwälle oder andere Barrieren im Außenbereich halten zuströmendes Wasser von Ihrem Wohngebäude fern. Legen Sie eine natürliche Senke an, in die das zusätzliche Wasser nach Hochwasser einfließen kann.
    • Durch Aufkantungen wie Stufen oder Schwellen z. B. vor Kellertreppen lassen sich Eingänge nachträglich erhöhen.
    • Prüfen und warten Sie die Rückstausicherung an Ihrem Gebäude regelmäßig.
    • Mobile Abdichtungsmaßnahmen
      • Bei geringen Überflutungstiefen können Sandsäcke ausreichen, um Ihr Gebäude gegen Überschwemmungen abzuschotten. Oftmals sind jedoch Maßnahmen zu bevorzugen, die besser vorzubereiten und schneller aufzubauen sind. Mobile Schutzanlagen und -systeme (z.B. Schotts oder Dammbalkensysteme) können einen wirksameren Schutz bieten. Sollten Sie sich für eine dieser Lösungen entscheiden, stellen Sie sicher, dass im Ereignisfall genug Zeit für ihren Einsatz bleibt.
    • Permanente Schutzsysteme
      • Installieren Sie druckdichte und hochwasserbeständige Türen oder Fenster. Beachten Sie dabei, dass nicht jede Vorrichtung jedem Wasserdruck standhält. Fenster lassen sich gut durch mobile Klappen abdichten, die dauerhaft im Rahmen bleiben und sich bei Bedarf per Hand verschließen lassen.
      • Auch Lichtschächte um die Kellerfenster können in einer hochwasserbeständigen Ausführung erworben bzw. nachgerüstet werden. Dabei handelt es sich um robuste Kästen, die dicht am Gebäude angebracht werden.
      • An Stellen, wo Rohre durch die Außenwände des Kellers führen, sollten diese mit speziellen wasserdichten Rohrdurchführungen abgesichert sein.
      • Hochwasser kann zu einer Überlastung des Kanalsystems führen. Je nach Bedarf sollte Ihr Keller daher über Rückstauklappen, Absperrschieber oder Abwasserhebeanlagen verfügen. Auf diese Weise kann das Wasser aus der Kanalisation zurückgehalten beziehungsweise das Abwasser in den Kanal befördert werden.
      • Bedenken Sie, dass das wild abfließende Wasser nicht zum Nachteil Ihrer Nachbarn ab- oder umgeleitet werden darf (Paragraf § 37 Wasserhaushaltsgesetz).
      • Informieren Sie sich über die Möglichkeit einer Notflutung Ihres Gebäudes.
      • Lassen Sie sich von Sachverständigen zum Hochwasserschutz beraten (z.B. über HKC e.V.).
  • Dichten Sie Ihr Gebäude gegen Grundwasser ab
    • Kellerwände sollten möglichst abgedichtet werden.
    • Bei wasserdurchlässigen Böden kann das Grundwasser während eines Hochwassers ansteigen. Drückt es gegen die Haussohle und -wände, entstehen Auftriebskräfte, die Ihr Haus möglicherweise aufschwimmen lassen. Mit einer Notflutung mit klarem Wasser können Sie das nötige Gegengewicht erzeugen und Schäden an der Gebäudestatik verhindern.
  • Legen Sie einen Vorrat an Schutzkleidung an. Dazu gehören z.B. wasserdichte Handschuhe, Stiefel und Schutzbrillen. Lagern Sie für den Notfall außerdem Desinfektionsmittel und eine Powerbank für das Handy.
  • Überprüfen Sie Ihre versicherten Leistungen
    • Schäden durch Hochwasser sind nicht automatisch in Ihrer Wohngebäude-, Hausrat- oder Haftpflichtversicherung enthalten. Achten Sie darauf, dass witterungsbedingte Schäden und Schäden durch ausufernde Gewässer mitversichert sind. Dies wird zumeist über den optionalen Zusatzbaustein der erweiterten Naturgefahrenversicherung beziehungsweise Elementarschadenversicherung zur Wohngebäude- und Hausratversicherung angeboten. Der Zusatzbaustein kann auch nur in Kombination mit einer dieser beiden Versicherungen abgeschlossen werden.
  • Beachten Sie die Anweisungen und Absperrungen der Einsatzkräfte vor Ort.
  • Verfolgen Sie die aktuellen Wettermeldungen, Hochwasserwarnungen und -vorhersagen über Rundfunk, Internet und andere Medien.
  • Begeben Sie sich in höher gelegene Gebiete.
  • Suchen Sie Schutz und halten Sie sich von Überschwemmungsgebieten, Risikogebieten und Senken fern. Meiden Sie Unterführungen.
  • Technische Schutzanlagen, wie Dämme und Deiche, sind im Ereignisfall zu beobachten und nur durch Fachpersonal zu betreten.
  • Zügeln Sie Ihre Schaulust: Hochwassertourismus behindert die schnelle und erforderliche Hilfe und gefährdet die Sicherheit!
  • Verfolgen Sie die aktuellen Wettermeldungen, -warnungen und -vorhersagen über Rundfunk und Internet.
  • Entfernen Sie Fahrzeuge rechtzeitig aus Garagen, Tiefgaragen und gefährdeten Gebieten, solange dies noch gefahrlos möglich ist. Parken Sie auf Anhöhen. Halten Sie dabei Rettungs- und Fluchtwege frei.
  • Befahren Sie keine bereits überfluteten Straßen: Sie können unterspült sein, und es besteht Verletzungsgefahr durch unsichtbare Hindernisse. Zudem besteht Gefahr durch hochgedrückte Kanaldeckel und offene Kanalschächte.

Für die Abschätzung der Gefahren und Risiken an Ihrem Standort schauen Sie auf der Naturgefahrenportal-Seite im Bereich Gefahren und Risiken nach.